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Saisonjob als Kellner in Österreich: Hotelrestaurant, Hüttenterrasse und Seelokal

Als Saisonkellnerin oder Saisonkellner serviert man in Österreich im Speisesaal, an der Bar oder auf der Terrasse eines Hotels, Bergrestaurants oder Seelokals, vom Commis de Rang bis zum Chef de Rang, mit befristetem Vertrag nach dem Kollektivvertrag für das Gastgewerbe.

Saisonjob als Kellner in Österreich: Hotelrestaurant, Hüttenterrasse und Seelokal

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Was macht man als Saisonkellner in Österreich?

Kellnerinnen und Kellner begrüßen die Gäste, präsentieren Speise- und Weinkarte, nehmen Bestellungen auf, servieren, kassieren und decken ein. In Halbpensionshotels betreuen sie oft während des ganzen Aufenthalts dieselben Tische, was eine persönliche Beziehung schafft und meist das Trinkgeld verbessert.

Wo werden Kellner gesucht?

Im Winter suchen Hotels und Restaurants in den Skiorten Tirols, des Landes Salzburg, Vorarlbergs und der Region Schladming Servicepersonal, ebenso Bergrestaurants und Après-Ski-Bars. Letztere stellen für einen intensiven Betrieb am späten Nachmittag ein, der flinke und belastbare Leute braucht.

Im Sommer verlagert sich der Bedarf auf die Seeterrassen in Kärnten und im Salzkammergut, auf Hütten und Almgasthöfe sowie auf Cafés, Kaffeehäuser und Restaurants in Wien, Salzburg und Innsbruck, wo zwischen Juli und Anfang September am meisten los ist.

Wie sieht der Saisonkalender aus?

Die Wintersaison dauert von Anfang Dezember bis Ostern, die Einstellungen sind im September und Oktober meist abgeschlossen. Die Sommersaison läuft von Mai oder Juni bis Ende September oder Oktober. Gearbeitet wird an Wochenenden und Feiertagen, frei hat man unter der Woche.

Was ist typisch österreichisch?

In vielen Betrieben kassiert die Kellnerin selbst am Tisch mit der eigenen Kellnerbrieftasche und rechnet nach Dienstschluss ab. Für jede Zahlung muss ein Beleg ausgegeben werden. Kenntnisse österreichischer Weine wie Grüner Veltliner oder Blaufränkisch sind ein klarer Vorteil.

Wer darf als Kellner in der Saison arbeiten?

EU-, EWR- und Schweizer Staatsangehörige brauchen keine Bewilligung. Im Service ist Deutsch fast immer Voraussetzung, weil die meisten Gäste deutschsprachig sind; Englisch wird in internationalen Skiorten erwartet, weitere Sprachen sind ein Plus, wenn Hotels bestimmte Auslandsmärkte bedienen.

Wie kommen Drittstaatsangehörige zum Job?

Sie sind auf das Tourismuskontingent 2026 angewiesen: 5.500 Grundplätze und 2.500 Plätze für Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien. In den Spitzenmonaten darf das Kontingent um bis zu 50 Prozent überschritten werden.

Der Dienstgeber beantragt die Beschäftigungsbewilligung beim AMS frühestens sechs Wochen vor Arbeitsbeginn. Sie gilt bis zu sechs Monate und kann auf neun Monate innerhalb von zwölf verlängert werden, wenn Unterkunft und kollektivvertraglicher Lohn passen.

Warum lohnt sich der Status als Stammsaisonier?

Nach drei Saisonen von mindestens drei Monaten im Kontingent innerhalb der letzten fünf Kalenderjahre kann sich ein Kellner beim AMS registrieren. Dann gibt es Bewilligungen außerhalb des Kontingents und ohne Arbeitsmarktprüfung, was die jährliche Rückkehr erleichtert.

Welches Visum braucht man?

Mit der AMS-Bewilligung beantragt man persönlich ein Visum D für mehr als 90 Tage oder ein Visum C für kürzere Aufenthalte bei der österreichischen Vertretungsbehörde. Gearbeitet wird erst nach Visumerteilung, ein Familiennachzug ist nicht vorgesehen.

Wie viel verdient ein Saisonkellner?

Seit 1. Oktober 2026 bekommt eine Servicehilfskraft in Lohngruppe 5 mindestens 2.096,50 Euro brutto im Monat. Eine Restaurantfachkraft mit Lehrabschluss in Lohngruppe 3 erhält in Salzburg 2.232 Euro und in Oberösterreich 2.304 Euro.

Ein Chef de Rang in Lohngruppe 2 verdient in Salzburg 2.440 Euro und in Oberösterreich 2.542 Euro. Urlaubs- und Weihnachtsgeld kommen aliquot dazu. Trinkgeld, das Gäste direkt geben, ist einkommensteuerfrei und bessert das Einkommen oft spürbar auf.

Wie sind die Dienstzeiten im Service?

Der Kollektivvertrag geht von 40 Wochenstunden aus. In Hotels ist der Teildienst verbreitet: Frühstück, Pause am Nachmittag, dann Abendessen. Überstunden werden mit Zuschlag bezahlt, Nacht- und Feiertagszuschläge stehen am Lohnzettel.

Ist die Unterkunft inklusive?

In den Skiorten bringen die meisten Hotels und Restaurants ihr Servicepersonal in Personalzimmern unter und stellen die Verpflegung. Der Abzug muss im Dienstvertrag stehen und darf die geltenden amtlichen Sachbezugswerte nicht überschreiten.

In Städten wie Wien oder Salzburg bieten Lokale dagegen selten ein Personalzimmer an. Wer dort eine Sommersaison im Service plant, sollte rechtzeitig eine befristete Wohnung oder ein WG-Zimmer suchen und die Miete beim Vergleich der Angebote unbedingt mitrechnen, weil sie einen großen Teil des Nettolohns kostet.

Löhne und Unterlagen im Überblick
Posten oder UnterlageBetragHinweis
Servicehilfskraft (LG 5)2.096,50 Euro bruttoBundesweit
Restaurantfachkraft (LG 3)2.232 bis 2.304 Euro bruttoSalzburg, Oberösterreich
Chef de Rang (LG 2)2.440 bis 2.542 Euro bruttoSalzburg, Oberösterreich
EinmalzahlungBis zu 275 EuroBeschäftigt am 1. Oktober 2026
ServicekleidungWeißes Hemd, schwarze HoseOft verlangt
KellnerbrieftascheWechselgeldVor Saisonbeginn klären

So findet man eine Stelle als Kellner

  1. Lebenslauf auf Deutsch mit Foto, Sprachen und Gastro-Erfahrung vorbereiten.
  2. In AMS alle jobs und auf Hotel-Jobbörsen nach Kellner, Servicemitarbeiter oder Commis de Rang suchen.
  3. Für den Winter ab September, für den Sommer ab März in mehreren Orten bewerben.
  4. Mit einem Gespräch auf Deutsch rechnen, manchmal mit Probetag im Service.
  5. Lohngruppe, Teildienst, Unterkunft und Inkasso schriftlich bestätigen lassen.
  6. Als Drittstaatsangehöriger die AMS-Bewilligung abwarten und dann das Visum beantragen.
  7. Nach der Ankunft die ÖGK-Anmeldung prüfen und Speise- und Weinkarte lernen.

Welche Fallen sollte man meiden?

Häufige Fragen

Diese Antworten richten sich an alle, die eine Saison im Service in Österreich planen. Die Beträge sind Mindestlöhne aus den Lohnordnungen ab Oktober 2026; Betriebe in bekannten Skiorten zahlen häufig mehr, um ausgebildetes Personal zu gewinnen.

Geht Service auch ohne Deutsch?

Das ist schwierig, weil die meisten Gäste Deutsch sprechen und die Karten auf Deutsch sind. Ohne Deutschkenntnisse sind Après-Ski-Bars, internationale Clubanlagen oder Tätigkeiten als Servicehilfskraft die realistischsten Möglichkeiten, idealerweise mit einem Deutschkurs vor der Saison.

Wie wichtig ist das Trinkgeld?

In gut besuchten Skiorten kann Trinkgeld einen beträchtlichen Teil des Einkommens ausmachen, besonders in Halbpensionshotels, wo Gäste die Betreuung ihres Tisches honorieren. Die Höhe schwankt aber stark und darf den kollektivvertraglichen Lohn nie ersetzen.

Braucht man eine bestimmte Kleidung?

Hotels stellen oft Uniform oder Tracht, etwa Dirndl oder Trachtengilet. Anderswo werden weißes Hemd und schwarze Hose erwartet. Bequeme, geschlossene schwarze Schuhe sollte man unbedingt mitbringen, denn die Tage sind lang.

Kann man während der Saison aufsteigen?

Ja, ein guter Commis de Rang kann zum Chef de Rang werden, manchmal schon in der nächsten Saison, mit Umstufung in Lohngruppe 2. Mehrere Saisonen Erfahrung öffnen auch den Weg zur Barchefin oder Restaurantleitung.

Wo Sie diese Jobs finden

Offizielle und rechtliche Quellen